
KOSTEN DER INTERNETRECHERCHE
Klare Zahlen
Die durchgeführten Berechnungen und Experimente verdeutlichen den enormen Aufwand, der mit der Internetrecherche verbunden ist:
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Personalkosten: Mit durchschnittlich 1,15 € pro Minute summieren sich die jährlichen Kosten pro Person auf 3.520 € bis über 20.900 €, abhängig von der Häufigkeit und Dauer der Recherchen.
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Zeitaufwand: Im Durchschnitt dauert eine Recherche 2 Stunden und verteilt sich auf 10 bis 20 Webseiten. Mit rund 76 Recherchen jährlich summiert sich der Zeitaufwand auf mehrere Arbeitswochen.
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Copy & Paste-Effizienz: Das Experiment zeigte, dass allein das manuelle Erfassen von Informationen pro Feld 9,3 Sekunden benötigt. Hochgerechnet bedeutet dies bei umfangreichen Recherchen ein erheblicher Zeitfresser.
GRÖSSTE HÜRDE
Wiederholung
Eine der größten Herausforderungen liegt in den wiederkehrenden Prozessen. Oftmals besuchen Fachleute dieselben Webseiten, suchen nach denselben Informationen und übertragen diese manuell in Tabellen. Diese Tätigkeiten binden nicht nur wertvolle Ressourcen, sondern sind auch anfällig für Fehler und Unstimmigkeiten.
LÖSUNGSANSATZ
Automatisierung
Der Einsatz von Webbots und Künstlicher Intelligenz (KI) bietet einen klaren Weg zur Effizienzsteigerung. Automatisierung übernimmt wesentliche Schritte der Recherche und reduziert so den manuellen Aufwand erheblich:
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Datenextraktion: Webbots durchsuchen gezielt das Internet und sammeln strukturierte Daten.
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Validierung und Bereinigung: KI-Modelle überprüfen die Daten auf Konsistenz und Relevanz.
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Automatisierte Analyse: Intelligente Systeme erstellen direkt aus den erhobenen Daten aussagekräftige Analysen.
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Berichtserstellung: Ergebnisse werden in standardisierten Berichten präsentiert.
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Durch diese Technologien können repetitive Aufgaben eliminiert und wertvolle Zeitressourcen eingespart werden.
NEUE MÖGLICHKEITEN DURCH DATENGETRIEBENES ARBEITEN
Mit der Automatisierung entsteht Raum für strategische Tätigkeiten. Die gewonnene Effizienz ermöglicht es, den Fokus stärker auf datenbasierte Entscheidungen zu legen:
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Schnelligkeit: Echtzeitdaten erlauben es, rasch auf Marktveränderungen zu reagieren.
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Präzision: Fundierte Analysen erhöhen die Genauigkeit von Entscheidungen.
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Innovation: Durch tiefere Einblicke in Daten eröffnen sich neue Chancen für Produktentwicklungen und Marktstrategien.
FAZIT
Automatisierung als unverzichtbares Werkzeug
Die Ergebnisse zeigen klar, dass die Optimierung der Internetrecherche längst überfällig ist. Die Automatisierung von Prozessen ist nicht nur eine Frage der Effizienz, sondern eine strategische Entscheidung für die Zukunft. Unternehmen, die diese Technologien einsetzen, profitieren von reduzierten Kosten, höherer Genauigkeit und einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
AUSBLICK
Die nächste Stufe der Internetrecherche
Automatisierung durch spezialisierte Crawler und Scrapper bietet eine erhebliche Zeitersparnis bei der Datenerfassung. Mit solchen Tools lassen sich große Datenmengen effizient und fehlerfrei aus Websites extrahieren und direkt in nutzbare Formate umwandeln. Ein solcher automatisierter Prozess übernimmt die Erfassung der benötigten Daten automatisch und kann individuell an die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Recherche angepasst werden.
Doch Automatisierung geht heute noch einen Schritt weiter: Generative KI kann in Kombination mit diesen Tools verwendet werden, um die gesammelten Daten kontextbezogen zu analysieren und sinnvoll aufzubereiten. Generative KI-Systeme ermöglichen es, auf Grundlage der extrahierten Informationen individuell angepasste Zusammenfassungen, Berichte oder tiefergehende Analysen zu erstellen. Das bietet einen enormen zeitlichen und qualitativen Vorteil, dass nicht nur Rohdaten geliefert werden, sondern diese auch sofort nutzbare Erkenntnisse bieten.
Ein solcher Ansatz – die Kombination von automatisierter Datenerfassung und generativer KI – eröffnet völlig neuartige Möglichkeiten für Unternehmen und Fachleute Erfassungsprozesse nicht nur effizienter zu gestalten, sondern auch in festgelegten Intervallen automatisch auszuführen. So lassen sich Daten in gleichbleibender Qualität erfassen, ohne dass wiederkehrende, manuelle Arbeitsschritte erforderlich sind. Statt die Daten immer wieder händisch zu sammeln und aufzubereiten, können direkt Erkenntnisse daraus so gestaltet werden, dass sie in Entscheidungsprozesse einfließen. Ohne zusätzlichen manuellen Aufwand für die erforderlichen Zwischenschritte.
Zudem verschiebt sich der Fokus hin zu neuen vielfältigen Datenquellen im Internet. Die nächste Analyse wird zeigen, wie diese Quellen gezielt erschlossen und effektiv genutzt werden können. Es bleibt spannend, wie die datengetriebene Arbeitswelt sich weiter entwickeln wird.
AUTOR
Dipl.-Ing. (BA) Martin Schuler,
Inhaber Webvester
m.schuler@webvester.de, Mobil: +49 176 4148 1150
BILDNACHWEIS
In diesem Artikel werden Bilder verwendet die mithilfe des Tools DALL-E von OpenAI generiert wurden (2025).
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